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E-Book (ISBN: 978-3-00-026733-8):

Folter im Rechtsstaat ? - Die Bundesrepublik nach dem Entführungsfall Jakob von Metzler

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Im Herbst 2002 entführte der mittlerweile rechtskräftig verurteilte Magnus Gäfgen den elfjährigen Jakob von Metzler, tötete ihn und erpresste anschließend ein Lösegeld von einer Million Euro. Kurz darauf wurde er festgenommen. In der Hoffnung, den Jungen noch lebend zu finden, drohte die Frankfurter Polizei dem Entführer mit Schmerzen, sollte er nicht den Aufenthaltsort seines Opfers verraten. Daraufhin gestand Gäfgen den Mord und führte die Ermittler zu der Leiche des Jungen. Nachdem die Drohung publik wurde, entwickelte sich eine hitzige Debatte, in deren Verlauf vielfach versucht wurde, mit Hilfe von Katastrophenszenarien die Anwendungsmöglichkeiten der so genannten ‚Rettungsfolter‘ zu veranschaulichen. Unter anderem dadurch erhielt die Diskussion jedoch einen teilweise sehr polemischen Beigeschmack, Folterbefür-worter und -gegner warfen sich wechselseitig Ignoranz oder Leichtsinn vor. Die Debatte verlief auch deshalb einseitig, weil einige der seitens der Folterbefürworter aufgeworfenen Fragen mit dem Verweis auf die geltende Rechtslage für unerheblich erklärt wurden und deshalb unbeantwortet blieben.
Das Buch nähert sich diesem schwierigen Thema fachübergreifend: Zunächst werden die Entführung und die sich daran anschließende Debatte dargestellt. Danach wird ein Überblick zur Geschichte der Folter gegeben sowie auf deren psychologischen Aspekte mit Blick auf Folterer und Gefoltertem eingegangen. Da Folter jedoch vor allem auch eine Frage des Rechts ist, wird dem verfassungs-, polizei- und strafrechtlichen Meinungsstreit ein besonders großer Platz eingeräumt. Nachdem auf diese Weise ‚Folter‘ aus unterschiedlichen Perspektiven heraus betrachtet worden ist, versucht der Autor in der sich anschließenden politikwissenschaftlichen Diskussion die Frage zu beantworten, ob es ‚Folter im Rechtsstaat‘ geben kann.

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